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Unterschiede nutzen

GrünBau setzt vielfältige Kompetenzen der Beschäftigten ein, um den Generationenwechsel zu gestalten

Der Beschäftigungs- und Qualifizierungsträger GrünBau und der Integrationsbetrieb GrünBau-inklusiv sind vielseitig aufgestellte Unternehmen. Rund 150 Mitarbeiter/-innen bilden bei GrünBau eine bunt gemischte Belegschaft und üben unterschiedlichste Berufe aus. Im Integrationsbetrieb pflegen derzeit 32 Menschen mit und ohne Behinderung die Grünflächen einer breiten Kundschaft. Bei beiden Unternehmen ist Vielfalt ein Indikator für hohe Qualität. Da die Projekte von GrünBau zeitlich begrenzt sind, haben die Mitarbeiter/-innen teilweise befristete Verträge. „Das stellt uns vor große Herausforderungen. Wir müssen die Struktur unseres Unternehmens so organisieren, dass direkt Anschlussprojekte da sind. Unsere Beschäftigten müssen sich daher ständig in neue Aufgaben einarbeiten“, erläutert Michael Stober, Geschäftsführer GrünBau-inklusiv gGmbH.

Notwendige Flexibilität aufbringen
Arbeitsmarktpolitische Vorgaben und wechselnde Ansprüche der Auftraggeber erfordern hohe Anpassung. „Wir müssen neue und junge Beschäftigte befähigen, die Flexibilität eines dynamischen Unternehmens zu verstehen und zu leben“, so Stober. Klare Strukturen und ein guter Informationsfluss sorgen für mehr Transparenz und erleichtern die Akquise neuer Mitarbeiter/-innen. Damit hat sich GrünBau auch im Projekt GUTE ARBEIT LEBEN auseinandergesetzt und erkannt, dass das Leitbild überarbeitet werden muss. Stober: „Eine neue Generation von Fachkräften wächst heran. Ihr Bedürfnis nach gesellschaftlicher Veränderung ist nicht so ausgeprägt wie bei den Gründungsmitgliedern. Sie legen mehr Wert auf fachliche Arbeitsinhalte, das müssen wir berücksichtigen.“

Leitlinien bilden Fundament

Den Generationenwechsel zu gestalten, war ein weiterer Schwerpunkt der Prozessbegleitung. Bereits vor Projektbeginn hat die Geschäftsführung Mitarbeiter/-innen aus der mittleren Leitungsebene identifiziert, die Potenzial und Bereitschaft zeigten, künftig eine Führungsrolle zu übernehmen. „Während des Prozesses haben sich drei Frauen und drei Männer herauskristallisiert. Mit ihnen haben wir eine Arbeitsgruppe gegründet, um zu klären, welche Kompetenzen man für eine Leitungsposition braucht, und wo wir als Unternehmen hinwollen“, erklärt Stober. Das Ergebnis: Nicht alle Mitarbeiter/-innen konnten ein deutliches Leitbild erkennen. Daher wird ein neues erarbeitet, das den Beschäftigten weiterhin als Orientierung dienen soll.

Von älteren Beschäftigten lernen
Die jetzige Geschäftsführung ist nicht eins zu eins ersetzbar, das weiß auch Stober: „Wir suchen nicht unsere Nachfolger, sondern ein Leitungsteam, das mit seinen Vorstellungen die Unternehmensphilosophie weiterentwickelt. Vielfalt und Unterschiede sind dabei kein Problem. Jeder Mensch kann etwas und dieses Potenzial muss man nutzen.“ Das gilt auch für die Ressourcen älterer Mitarbeiter/- innen. Von ihrer Erfahrung und Routine können die Nachwuchskräfte viel lernen, damit sie ihre Aufgaben stressfrei und ergebnisorientiert bewältigen können. „Wir planen, einen ‚Difference Day’ einzuführen. Das heißt, die Beschäftigten arbeiten temporär in einem anderen Unternehmensbereich, um ein Gefühl zu bekommen, was die Kolleginnen und Kollegen dort machen.“

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GrunBau gGmbH und GrünBau-inklusiv gGmbH

GrünBau ist ein Beschäftigungs- und Qualifizierungsträger. Das Unternehmen stellt für Langzeitarbeitslose und Jugendliche im Raum Dortmund 800 Berufshilfe- und Betreuungsplätze bereit. Das Konzept beruht auf der Idee, eine Brücke zwischen geförderten Arbeitsmarktdienstleistungen und „normaler“ Erwerbswirtschaft zu bauen. Der Integrationsbetrieb GrünBau-inklusiv unterstützt die berufliche und soziale Integration von Menschen mit Behinderung. Sie pflegen Gärten, Grünanlagen sowie Gewerbeflächen. Gesellschafterin beider Unternehmen ist die Stiftung Soziale Stadt.

Kontakt:
GrünBau gGmbH und GrünBau-inklusiv gGmbH
Unnaer Straße 44
44145 Dortmund
Tel. (02 31) 8 40 96-0
info@gruenbau-dortmund.de

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Michael Stober